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    Symbolhafte Werke und Traumtiere
    11.11.2009 17:11 (6312 x gelesen)

    Kein Ende nehmen wollte der Besucherandrang bei der Vernissage der Ausstellung von Gisela Lienemann, Barbara Schwalbe und Eva Urban im Haus Fischerzunft in Bad Säckingen am Sonntag.



    Ein anregendes Aufeinandertreffen bietet die Ausstellung von Werken der drei Künstlerinnen Gisela Lienemann, Barbara Schwalbe und Eva Urban (von links), die im Haus Fischerzunft eröffnet wurde.

    Foto: Karin Steinebrunner

    Peter Müller, Vorsitzender des Vereins, der das Haus betreut, begrüßte die Anwesenden, Kunstwissenschaftler Ueli Kräuchi führte in die Ausstellung ein, und das Cellotrio mit Christoph und Katharina Demand sowie Jonas Bösken umrahmte die Veranstaltung musikalisch.

    Peter Müller zitierte in seiner Begrüßung Hermann Hesse, der festgestellt hatte, Eigensinn sei eine Tugend. „Um kreativ zu sein, muss man eine eigene Vorstellung haben – man muss eigensinnig sein“, ergänzte Müller und wünschte den drei Künstlerinnen als Garantie für künstlerische Vielfalt: „Bleiben Sie eigensinnig“. Auch Ueli Kräuchi attestierte den drei Ausstellenden ein jeweils sehr eigenständiges, bereits in sich vielgestaltiges Oeuvre mit gewissen Parallelen in Fragen der Wahrnehmung, der Arbeitsweise und der Anwendung bestimmter Techniken. Für alle drei gelte eine erweiterte Form von Aristoteles’ Postulat der Kunst als Nachahmung, nämlich nicht als bloße Abbildlichkeit, sondern als Sichtbarmachen des Allgemeingültigen verstanden, als Abbilden des wieder erkennbaren Wesens der Dinge.

    Gisela Lienemann hat sich in ihren jüngsten Bilderserien intensiv dem Siebdruck zugewendet, hat diesen als neues Medium verbunden mit der zuvor praktizierten Acrylmalerei. Entstanden sind symbolhafte Werke, die gezielt veränderte Fotografien mit abstrakter Malerei kombinieren und zu einem vor allem auch grafisch imposanten Gesamteindruck verbinden.

    Auch den Bildern von Barbara Schwalbe wohnt stets eine starke grafische Komponente inne. In ihren an japanische Landschaftsmalerei gemahnenden Naturbildern wie in ihren mit einer Prise schwarzem Humor gewürzten Küchenstücken reduziert sie die Realität auf das Wesentliche. Ihr subjektives Empfinden überlagert die Objektivität des Dargestellten.

    Eva Urban schließlich hat, analog zum Titel ihres Künstlerbuches „Die Tiere, die ich rief“, Lebewesen voller Überraschungen geschaffen, die ein Schmunzeln beim Betrachter provozieren. Ihre in einem mehrschichtigen Prozess digital bearbeiteten Fotos, Zeichnungen, Holzdrucke zeigen mit einer ungeheuren Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten sozusagen gefühlte Traumtiere.

    Von Karin Steinebrunner, Südkurier, 10. November 2009

     


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